Äthiopisches Leder und ethischer Konsum?!

28.09.2021
Ein Blogartikel von ENZI Gründer Azariah Mengistu

Die Schuhmacher von ENZI sind sich des Ursprungs des Leders bewusst und gehen respektvoll und sparsam damit um.

Chancen und Verhältnisse

Obwohl die Arbeitsbedingungen in Äthiopien viele Herausforderungen mit sich bringt, ist es ein großer Vorteil, an der Quelle einer nachhaltigen und ethischen Ressource zu sein: dem Leder der äthiopischen Rinder.

Weltweit gibt es viele Bewegungen, die zu Recht versuchen, von tierischen Produkten wegzukommen. Die Industrialisierung der Fleisch- und Lederproduktion in den Industrieländern hat zu unhaltbaren und umweltschädlichen Praktiken geführt. Dies ist bei äthiopischem Leder jedoch nicht der Fall. 

Das äthiopische Hochland. Die Heimat der Tiere und Bauern.

Recycling schafft Nachhaltigkeit

Fast das gesamte äthiopische Leder ist ein Nebenprodukt unserer traditionellen landwirtschaftlichen Methoden. Die Rinder stehen in enger Beziehung zu den Millionen von Kleinbauern in Äthiopien und teilen sich oft die Wohnräume, wenn die Sonne untergeht. Die Kühe führen ein erfülltes Leben im Freien und haben oft Kratzer und Schrammen, die dies beweisen.

Wenn die Rinder das Ende ihres Lebens erreicht haben, ist der Verkauf des Fells eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle für die Bauern. Obwohl das System recht archaisch ist und seine Mängel hat, schafft es ein nachhaltiges, ethisches Produkt, mit dem wir arbeiten können. 

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ENZI – der Ursprung und die Entstehung von Name und Logo

Wir streben danach, allem, was wir bei ENZI tun, einen Sinn zu geben. Unser Name und Logo sind ein gutes Beispiel. Einige Jahre bevor wir Äthiopien betraten, entschieden wir uns für den Unternehmensnamen ENZI. ENZI-Mitbegründer Jawad Braye ist mit mir in Kenia aufgewachsen. Kein Wunder also, dass wir Swahili für unsere Marke gewählt haben.

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„Soziale Distanzierung ist ein Privileg. Es bedeutet, dass man in einem Haus lebt, das groß genug ist. Händewaschen ist auch ein Privileg. Es bedeutet, dass man Zugang zu fließendem Wasser hat. Handdesinfektionsmittel sind ein Privileg. Es bedeutet, dass man das Geld hat, sie zu kaufen.“

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